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erstellt am 27.06.2023

Kroatien, Montenegro, Bosnien

auf in Richtung Montenegro ...

Montenegro, Bosnien und Serbien fehlen mir noch im Süden, also los ...
Bei einer Wettervorhersahe von um die 21 - 25 Grad sollte das super Wetter für die Tour sein.
Geplant waren 9 Tage vom Start bis zur Heimkehr mit Tagesetappen von ca. 300 - 350km in Kroatien, Montenegro, Serbien und Bosnien. Aufgrund der nicht erwartbaren bis zu 37 Grad haben wir uns in Montenegro aber entschieden Serbien weg zu lassen.

Tag 1 mit erster Stop wie meistens, wenn es in Richtung Kroatien geht war wie gewohnt die Pension Lipicer in Kötschach-Mauthen


Flugzeugkaverne ZeljavaTag 2 endete in Kroatien auf der Höhe von Krk um von dort aus dann zur Flugzeugkaverne Željava an der bosnisch-kroatischen Grenze zu fahren. Ein verlassener Militärflughafen der einst die größte Kaverne in Europa war. Dort waren bis zu 80 MiG 21, 110 Piloten und 1400 Soldaten stationiert. Genaueres auf Wikipedia. Vor 2 Jahren noch ein Geheimtip, heute fast schon überlaufen. In den 1 1/2 Stunden die wir dort waren haben wir sicherlich 50 Motorräder kommen und wieder fahren sehen, aber auch vile Pkws und sogar Wohnmobile.
Von dort ging es durch einen Teil des Velebit zurück an die Küste Kroatiens nach Sebenik.

 

 



Dubrovnik war völlig überlaufen obwohl die Sommersaison noch nicht begommen hatte und so gab es nur ein paar Bilder der Stadtansicht von oben und so waren am 4. Tag schon in Montenegro. Das Erste mal, das ich an einer Grenze auch meinen Fahrzeugschein zur Kontrolle mit abgeben mußte.
Von dem, was ich bisher von Ex-Jugoslavien gesehen habe schein mir Montenegro der grünste Teil zu sein. Zumindest an der Küste und im Norden Montenegros.
Meißt kommt es anders als geplant. Im Hafen von Kotor, der ältesten Stadt Montenegros lag die Silver Spirit, ein Luxus-Kreuzfahrtschiff. Also, kein Sightseeing für uns.

Kloster OstrogIn den Bergen Montenegros liegt das Kloster Ostrog, eine der wichtigsten Pilgerstätten Montenegros. Innerhalb des Gebäudes war fotografieren leider nicht erlaubt.
Wer bei guten 32 Grad zu Fuß dort hinauf läuft muß schon einen extrem starken Glauben haben.
Unser nächstes Ziel war der Durmitor Nationalpark und der Tara Canyon mit seiner 1941 erbauten Brücke die die Tara-Schlucht in 150 Metern Höhe überspannt.
Im Nationalpark im Norden Montenegros auf 1500 Meter Höhe haben uns dort angenehmere Temperaturen erwartet. Die Landschaft dort sieht aus wie aus einem Bilderbuch.

Stari MostBosnien-Herzegowina, ähnlich heiß wie in Kroatien. Im Norden haben wir auf dem Weg nach Mostar die Grenze passiert. Die Landschaft ist schön, aber leider sind die Straßen oft sehr schlecht und die Parkplätze oft sehr zugemüllt. Schade eigentlich. 
Bei der Fahrt duch viele Dörfer fühlt man sich als wäre man auf einer Zeitreise in die Vergangenheit. Viele alte und vor allem baufällige oder grar verlassene Gebäude.
Bosnien ist glaube ich das Land der deutsche Oldtimer. Golf I, Golf II, Golf III, Audi 80, Mercedes 190 und viele andere.
 Am Stadtrad von Mostar sieht man ettliche Häuser, deren Fassaden noch Einschußlöcher aus dem Bosnienkrieg 1990-1991. Hier war dann auch Sightseeing angesagt, vor allem die berühmte, im 16. Jahrhundert von den Osmanen gebaute Brücke "Stari Most". 
2004 wurde sie nach dem Krieg resauriert.
Selbst in unmittelbarer Nähe der Brücke kann man lecker essen ohne preislich zu tief in die Tasche greifen zu müssen.

Von Mostar wieder an die Küste Kroatiens zum baden :-) und in den Tagen daruf Richtung Heimat.

 

Mein Fazit zu der Tour: Juni ist in diesen Ländern zum Moped fahren fast schon zu warm und eine Juni beginnen in Kroatien die Schulferien, was die Preise der Unterkünfte um bis zu 50€ die Nacht steigen lässt. Mai wäre hier wohl die bessere Wahl gewesen.
In Bosnien sollte man eher mit den Main-Routes zufrieden sein, das kleinere Straßen Tagesetappen völlig unkalkulierbar machen. Oft sind diese kleien Straßen nur teilweise geteert und unübersichtlich, was zu maximalen Durchschnittsgeschwindigkeiten von nur 20 - 30 km/h zulässt.
Montenegro ist Landschaftlich wunderschön, wird aber auch schon vielerorts von Kreuzfahrt-Touristen überschwemmt. Würde aber wieder hin fahren! Vielleicht aber eher Anfang oder Mitte Mai.